Flutlichtanlagen mit Standardfrequenz-Vorschaltgeräten mit der typischen sinuswellenartigen Veränderung der Leuchtdichte führen beim Flickerfaktortest zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Dies ist auf Unterschiede zwischen den einzelnen Messpunkten zurückzuführen, was das Überlappen von Lichtströmen aus in verschiedenen Winkeln angebrachten Leuchten betrifft. Bei sorgfältiger Planung können die Ausrichtungspunkte für alle Spielfeldbereiche und -ebenen womöglich so gestaltet werden, dass sich die Lichtströme aus in verschiedenen Winkeln angebrachten Leuchten überlappen, was erhebliche Verbesserungen verspricht und zur Erfüllung der UEFA-Anforderungen für Klasse-B- und -C-Stadien beitragen kann.
Trotz möglicher Verbesserungen durch eine solche Vorgehensweise ist die Erfüllung der Anforderungen für Eliteklasse-A-Stadien ohne zusätzliche Lösungen zur Reduzierung der Leuchtdichtenveränderung nicht möglich. Eine Mischung aus elektronischen oder Rechteckwellen-Vorschaltgeräten mit Standardfrequenz-Sinuswellen-Vorschaltgeräten kann den Flickerfaktor unter 5 % senken. Diese Vorgehensweise kann insbesondere in größeren Anlagen mit vielen Leuchten erfolgreich sein, wo das Überlappen der Lichtströme aus verschiedenen Winkeln gut funktioniert.
Bei Flutlichtanlagen mit überlappenden Lichtströmen aus unterschiedlichen Winkeln sollte der Flickerfaktor an mehr Messpunkten überprüft werden, um einheitliche Werte in allen Bereichen zu gewährleisten. Es wird empfohlen, mit 24 Messpunkten zu arbeiten.
Etwaige Maßnahmen zur Reduzierung des Flickerfaktors sollten keinerlei negativen Auswirkungen auf die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke auf den einzelnen Ebenen haben.