Für eine qualitativ hochwertige TV-Produktion ist es unverzichtbar, dass die Gesichter der Spieler/-innen sprichwörtlich „ins rechte Licht gerückt“, d.h. gut beleuchtet werden, sodass sich die Mimik der Akteure klar erkennen lässt.
Bei einem Fußballspiel verändern die Spieler/-innen ihre Position und ihre Blickrichtung unaufhörlich. Gleiches gilt für die Kameras, weshalb die Beleuchtung auf einem Fußballplatz nicht eine ebenso gute Gesichtsmodellierung wie in einem TV-Studio erreichen muss. Dennoch ist es möglich, stabile Beleuchtungsbedingungen auf einem Niveau zu schaffen, das eine qualitativ gute Gesichtsmodellierung erlaubt. Dazu muss der Lichtstrom aus dem richtigen Winkel auf das Spielfeld treffen. Fällt das Licht aus einem zu steilen Winkel ein, dann produziert dies lange, dunkle Schatten (insbesondere Augen- und Nasenschatten) auf den Gesichtern (siehe Abb. 1).
Fällt das Licht aus dem richtigen Winkel ein, werden die Gesichter sowohl aus Sicht der Broadcaster bzw. Fernsehzuschauer/-innen als auch aus Sicht der Stadionbesucher/-innen gut beleuchtet und modelliert (siehe Abb. 2).
Alle Leuchten müssen daher so ausgerichtet sein, dass der Winkel zum Lot auf das Spielfeld mindestens 20° (idealerweise 25-30°) beträgt, um eine gute Gesichtsmodellierung zu gewährleisten.