Stromversorgungsklasse (FPSL) B für HID - Stadien und Arenen

UEFA-Handbuch zur Stadionbeleuchtung

Content Type
UEFA Richtlinien
Category
Sonstig > Stadien und Arenen
ft:locale
de-DE
Edition
2023
Enforcement Date

FPSL B für HID

Aufbau der Anlage

Das Stadion wird über eine primäre Stromquelle versorgt. Idealerweise sollte eine vollständig unabhängige sekundäre Stromquelle vorhanden sein, z.B. als offenes Ringnetz.

Zusätzlich zur Hauptstromquelle für die Flutlichtanlage im Normalbetrieb muss ein Notstromsystem verfügbar sein, um die Flutlichtanlage in Abhängigkeit der geforderten Beleuchtungsstärke (siehe unten) wieder bis zu einem bestimmten Grad betreiben zu können.

Das Notstromsystem kann entweder einen Dieselgenerator vorsehen, der bei einem Ausfall automatisch anspringt, oder eine sekundäre Stromquelle mit vollautomatischer Umschaltung. Das Notstromsystem muss über eine gewisse Anzahl an Leuchten mit Heißwiederzündungsfunktion verfügen, die sich innerhalb einer Minute einschalten. Eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Leuchten mit Kaltwiederzündungsfunktion muss dann innerhalb von höchstens 15 Minuten in Betrieb gehen.

Systemanforderungen

Im normalen Betriebsmodus muss die Hauptstromquelle so ausgelegt sein, dass das Maximum der geforderten Beleuchtungsstärke erreicht werden kann.

Bei einem Ausfall der Hauptstromquelle muss die Anlage über ein Notstromsystem weiterbetrieben werden können, das folgende Beleuchtungsstärken erreicht:

Innerhalb einer Minute für Beleuchtungsstärke:

Klasse A: 100 % der normalen Spielbedingungen

Klasse B: Eh > 800 lx

Klasse C: Eh > 500 lx

Klasse D: Eh > 20 lx

Innerhalb von höchstens 15 Minuten für Beleuchtungsstärke:

Klasse A: 100 % der normalen Spielbedingungen

Klasse B: 100 % der normalen Spielbedingungen

Klasse C: Eh > 800 lx

Klasse D: Eh > 500 lx

Das Zurückschalten in den Normalbetrieb muss manuell erfolgen, sobald die Stromversorgung über die Hauptstromquelle wieder vollständig hergestellt ist.